{"id":690,"date":"2024-08-03T09:00:46","date_gmt":"2024-08-03T07:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/agencyx.bplaced.net\/mhneo22\/?p=690"},"modified":"2024-08-03T09:00:46","modified_gmt":"2024-08-03T07:00:46","slug":"die-sklaverei-auf-den-feldern-italiens-ivans-kampf-fuer-menschenrechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agencyx.bplaced.net\/mhneo22\/2024\/08\/03\/die-sklaverei-auf-den-feldern-italiens-ivans-kampf-fuer-menschenrechte\/","title":{"rendered":"Die Sklaverei auf den Feldern Italiens: Ivans Kampf f\u00fcr Menschenrechte"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/youtu.be\/WdJhwkhv-jQ\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>In den Gem\u00fcsekammern S\u00fcditaliens herrscht eine moderne Form der Sklaverei. Hunderttausende Erntearbeiter aus Afrika und Osteuropa werden auf den Feldern ausgebeutet, leben unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen und werden von kriminellen Arbeitsvermittlern, den sogenannten &#8220;Caporali&#8221;, kontrolliert und missbraucht. Doch einer hat sich entschlossen, diesem System den Kampf anzusagen: Yvan Sagnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Ernte zur Rebellion<\/h2>\n\n\n\n<p>Yvan Sagnet, ein geb\u00fcrtiger Kameruner, kam 2007 zum Studieren nach Italien. Doch als er sein Stipendium verliert, findet er sich pl\u00f6tzlich in einer v\u00f6llig anderen Welt wieder: Er landet in Nardo im S\u00fcden Italiens, wo er f\u00fcr die Tomatenernte schuften muss. Vier Tage lang arbeitet er unter der brutalen Kontrolle eines &#8220;Caporale&#8221; auf den Feldern, f\u00fcr eine 350-Kilo-Kiste Tomaten erh\u00e4lt er gerade einmal 14 Euro &#8211; wovon er 10 Euro an den &#8220;Caporale&#8221; abgeben muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Erlebnis ver\u00e4ndert Ivans Leben f\u00fcr immer. Er organisiert den ersten Streik der Erntearbeiter, der erfolgreich ist. Seitdem hat er sich dem Kampf gegen die Ausbeutung und Sklaverei auf den italienischen Feldern verschrieben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das System der &#8220;Caporali&#8221;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die &#8220;Caporali&#8221; sind kriminelle Arbeitsvermittler, die die Erntearbeiter kontrollieren und ausbeuten. Wenn Landwirte Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr die Felder brauchen, rufen sie die &#8220;Caporali&#8221; an. Diese bringen dann die Arbeiter &#8211; oft unter unmenschlichen Bedingungen &#8211; auf die Felder und kassieren einen Gro\u00dfteil des Lohns ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeiter leben in sogenannten &#8220;Ghettos&#8221;, elenden Unterk\u00fcnften ohne flie\u00dfendes Wasser, Strom oder Sanit\u00e4ranlagen. Hier hausen bis zu 40 Personen auf engstem Raum, ohne jeglichen Komfort. Viele der Arbeiter sind illegal in Italien, was die &#8220;Caporali&#8221; zus\u00e4tzlich ausnutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ivans Kampf f\u00fcr Menschenrechte<\/h2>\n\n\n\n<p>Yvan Sagnet hat sich zum Ziel gesetzt, diese Strukturen aufzubrechen und die Rechte der Erntearbeiter zu verteidigen. 2017 gr\u00fcndete er die Organisation &#8220;NoCap&#8221;, die ein Zertifizierungssystem f\u00fcr ethisch korrekt produzierte Lebensmittel entwickelt. Landwirte, die ihre Arbeiter fair behandeln und ihnen menschenw\u00fcrdige Bedingungen bieten, k\u00f6nnen so ihre Produkte mit dem &#8220;NoCap&#8221;-Siegel auszeichnen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ivans Engagement bringt ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch massive Bedrohungen ein. Die &#8220;Caporali&#8221; und ihre Hinterm\u00e4nner sehen in ihm ihren gr\u00f6\u00dften Gegner und versuchen, ihn einzusch\u00fcchtern. Doch Yvan l\u00e4sst sich davon nicht abschrecken. Gemeinsam mit Gewerkschaften und Kleinbauern k\u00e4mpft er weiter f\u00fcr die Rechte der Erntearbeiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Meilenstein im Kampf gegen die Sklaverei<\/h2>\n\n\n\n<p>Ivans Einsatz zahlt sich aus: 2017 werden neun &#8220;Caporali&#8221; und drei italienische Landwirte wegen Sklaverei verurteilt. Auch wenn das System der Ausbeutung damit nicht von heute auf morgen zusammenbricht, ist dies ein wichtiger Schritt in Ivans Kampf. &#8220;Wenn du nicht k\u00e4mpfst, wird sich nie etwas \u00e4ndern&#8221;, sagt er. Und so setzt er seinen Einsatz f\u00fcr Menschenrechte und Gerechtigkeit unerm\u00fcdlich fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Made with <a href=\"https:\/\/www.videoToBlog.ai\">VideoToBlog<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Gem\u00fcsekammern S\u00fcditaliens herrscht eine moderne Form der Sklaverei. Hunderttausende Erntearbeiter aus Afrika und Osteuropa werden auf den Feldern ausgebeutet, leben unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen und werden von kriminellen Arbeitsvermittlern, den sogenannten &#8220;Caporali&#8221;, kontrolliert und missbraucht. Doch einer hat sich entschlossen, diesem System den Kampf anzusagen: Yvan Sagnet. Von der Ernte zur Rebellion Yvan Sagnet, ein geb\u00fcrtiger Kameruner, kam 2007 zum Studieren nach Italien. 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